Anna Schüler


Ein Kommentar

Frei Sein

ist ein Thema, das immer wieder in den Ausbildungen zur Kreativpädagogin und in den Coachings auftaucht. Gerade Frauen fühlen sich oft eingeengt, fremdbestimmt und auch von alten Glaubensmustern und Erfahrungen in bestimmte Rollen gedrängt. Eigentlich könnte man meinen, die emanzipatorische Bewegung habe uns Frauen, den Weg eröffnet, frei und selbstbestimmt zu leben. Statt dessen sind die Anforderungen gewachsen und die Männer sind auch nicht mehr die Helden auf dem weißen Pferd, die uns retten und auf Händen tragen.
Sie sind nicht mehr stark genug und lassen uns runterfallen🙂.
Und dazu kommt noch dieses Frauenbild, das uns trotz gelegentlicher pseudokritischer Artikel mit Titeln wie “ Weg vom Perfektionismus“  „Endlich entspannt leben“ „Ich darf sein wie ich bin“ oder so ähnlich, aus allen Magazinen entgegen hüpft.

Es ist tatsächlich schwierig eine , wie heißt es so schön, „WorkLifeBalance“ zu finden zwischen Muttersein, Berufstätigkeit und liebender Ehefrau, die (nachdem sie gekocht hat und den Haushalt in Schuss gebracht hat) auch noch sexy aussieht wenn sie das selbstgezogene Biogemüse aus dem Garten holt. Das sieht man gelegentlich in den hübschen Frauenzeitungen. Nette oder weniger nette Promifrauen, in schicker Gartenkluft mit frisch gemachten Haaren und perfekt geschminkt. Das Rouge leuchtet und soll wohl das Frischlufterlebnis veranschaulichen.
Nun ja, ich sehe nach der Gartenarbeit ja eher anders aus, verschwitzt, leicht gekrümmt, der Rücken will nicht mehr so und ziemlich dreckig. Mein Mann muss damit leben.
Mir gefällt es so besser, das Rouge würde eh nur verlaufen.  Meine Kinder sind erwachsen, da ist der Mamaanteil schon mal sehr reduziert, mein Mann ist der Koch bei uns und Gemüse gibt’s im Garten nicht mehr, das kaufen wir einfach. Und so gibt es vieles was man tun kann,  wenn man mag aber nicht tun muss, wenn man es nicht mag! Und schon gar nicht weil es jemand von uns erwartet.

Ich mag diese Gedicht!

Warnung
Wenn ich einmal eine alte Frau bin, werde ich Purpur tragen,
mit einem roten Hut, der nicht dazu passt und mir auch nicht gut steht,
und ich werde meine Rente ausgeben für Cognac und Sommerhandschuhe
und für Sandalen aus Satin,
und ich werde sagen „für Butter haben wir kein Geld „.

Wenn ich müde bin, werde ich mich auf den Bürgersteig setzen.
Ich werde die Gratisproben in den Geschäften verschlingen
und auf Alarmknöpfe drücken.
Und ich werde meinen Stock gegen die Parkzäune klappern lassen
und Schluss machen mit der Angepasstheit meiner Jugend.

Ich werde in meinen Hausschuhen in den Regen rausgehen
und die Blumen pflücken, die in den Gärten anderer Leute wachsen.
Und ich werde spucken lernen.

Du kannst die schrecklichsten Blusen tragen und richtig dick werden.
Und drei Pfund Würstchen auf einmal essen,
Oder eine Woche lang nur Brot und saure Gurken.
Und Bleistifte und Kugelschreiber horten,
oder Bierdeckel und Krimskrams in Schachteln.

Aber jetzt müssen wir Kleider tragen, die uns trocken halten,
Und unsere Miete zahlen und keine Schimpfwörter auf der Straße benutzen
Und gute Vorbilder für die Kinder sein.
Wir müssen Freunde zum Essen einladen und die Tageszeitungen lesen.

Aber sollte ich vielleicht nicht jetzt schon ein bisschen üben?
Damit die Leute, die mich kennen, nicht zu schockiert und überrascht sind
Wenn ich plötzlich alt bin und anfange, Purpur zu tragen.

Jenny Joseph/ 1932

Also, wenn wir uns zu etwas zwingen müssen, lassen wir es besser los…..das ist schon mal ein guter Anfang auf dem Weg in die Freiheit…

freeBild gefunden auf Pinterest

Das für heute und
Herzlichst grüßt Anna


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Kreativität ist ein Prozess

Der nichts anderes erfordert als Liebe und Hingabe. Meist ist das leichter gesagt als getan.

Wir sind oft blockiert von alltäglichen Dingen. Vom Ängsten, Sorgen und Befürchtungen. Und doch oder gerade deswegen suchen wir eine Möglichkeit uns auszudrücken, das zu zeigen was in uns ist, was uns bewegt. Das geht nicht immer mit Worten, manches braucht einen anderen Kanal. Vielleicht nur, um uns zu entspannen, möglicherweise um unsere Seele zu finden und zu zeigen. Und wenn wir dann versuchen kreativ zu werden, zu Malen, zu Schreiben, erwischen wir uns dabei, wie wir beeinflusst werden. Beeinflusst von Bildern, die wir gesehen haben, Texten, Gedichten, die wir gelesen haben. Und wir suchen unsere eigene kreative Sprache.
Wir wollen unsere eigene authentische Handschrift finden. Doch dafür müssen wir den sicheren, den bereits ausgetretenen Pfad verlassen, auf dem wir uns bewegen.
Wir wollen Sicherheit, aber die gibt es nicht. Wir trauen uns nicht zu, wild und frei zu sein. Wir fürchten uns davor, wir selbst zu sein. Wir selbst zu sein, bedeutet uns selbst zu kennen, auch unsere Schatten, unsere vermeintlich dunklen Seiten.

...

Es bedeutet, auch diese Seiten an uns zu lieben. Liebe und Hingabe sind die Zauberworte. Uns zu lieben und sich dem kreativen Prozess hinzugeben.
In meinen Präsenzkursen habe ich immer wieder genau diese Probleme gesehen und das hat mir geholfen die Lösungen zu entdecken. Und es ist immer wieder eine Freude zu sehen, wie die eigene kreative Kraft sich bei jedem durchsetzt, nachdem man die Unsicherheiten abgelegt hat und sich mutig zu sich bekannt hat.
Ich fühle mich in meiner Arbeit manchmal wie eine Schatzgräberin. Ich finde soviel Potenzial, soviel heilige Kreativität, die einmal freigesetzt, jeden Aspekt des Lebens durchdringt.

Wer mag, kann sich hier über mein Arbeit als Coach informieren.
Intensivcoaching
Einzelstunden

 

Herzlichst Anna


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Hell und Dunkel

Ich switche hin und her. Nehme das Zeugs was herum liegt, Schnipsel, Stoffreste,die Farben, die übrig geblieben sind. Von einem Kurs oder einem Workshop noch hier liegen oder stehen. Ich kann die Farbreste nicht wegwerfen. Es wäre solch eine Verschwendung. Alte Reststücke von Experimenten schauen mich an. In den Papierkorb damit? Niemals!
Ich greife nach dem was da ist, ohne Überlegung. Hab ich gestern noch ausschließlich mit den Fingern gemalt, viel weiß verarbeitet, so liegt heute ein Spachtel auf dem Tisch.
In einem Plastikpott ist noch ein schwarzer Farbrest. Grüntöne in anderen Schalen, auf einer der Paletten noch ein bisschen Ocker.
Eintauchen, pinseln und schmieren. Spachteln, Kratzen und Schaben. Hinsehen. Zuhören.

Talking Heads

Bis dahin
Leben, Lieben, Lachen und das Atmen nicht vergessen…
Anna

for my english readers.
Because it is so much extra work to translate everything  ( and I also am not a fast typer….) I have a blogspot blog now, where I add this text, too. There you can choose your language and use the google translator. I know it’s not perfect but I hope it’s ok for you!
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Kompaktausbildung – das zweite Wochenende

Das zweite Wochenende der ersten Kompaktausbildung zur Kreativpädagogin war genauso schön wie das erste. Eher noch schöner. Nein, schön passt nicht. Es war lebendig und voller Freude. Die Magie des Kunstschaffens wirkt immer. Eine hohe Energiedichte im Atelier und hinreißende Arbeiten sind entstanden. Voller Kraft und authentisch.
Ich liebe meinen Beruf, erwähnte ich das bereits?
Eines meiner Anliegen in meinen Kursen und Workshops, genauso wie in den Ausbildungen ist es, die Kursteilnehmerinnen darin zu unterstützen, ihre eigene Bildsprache zu finden und auszubauen.
Ich finde. man sieht an diesen Bildern sehr gut, wie unterschiedlich die Teilnehmerinnen meine Anregungen umgesetzt haben. Es war die helle Freude, die Entstehung der Bilder zu sehen.
Wir haben an diesem Samstag ausschließlich gemalt. Eigentlich war laut Curriculum vorgesehen, eine geführte schamanische Reise zum inneren Kind zu machen und mit dem Schattenkind zu arbeiten.
Aber die Vorfreude und die kreative Energie waren so hoch, das wir kurz umdisponiert haben und diesen Teil nun auf das kommende Wochenende verschoben haben.

Hier ein kleiner Einblick:

Alle fertig!
Gemeinsam

Wer mehr über die Ausbildung, Inhalte und Termine erfahren möchte, kann hier schauen.
Wild. Verwegen. Weiblich.

Bis dahin
Leben, Lieben, Lachen und das Atmen nicht vergessen…
Anna

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Aus dem Innersten – From the Core

Ein Flüstern aus dem innersten Kern.
Zeichen und Symbole. Leises Wispern.
Das Lied von Mutter Erde erscheint leise und ist doch unbändig und gewaltig.
Ich taste, rieche, sehe und schmecke.

Bis dahin
Leben, Lieben, Lachen und das Atmen nicht vergessen…
Anna

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Die Liebe zur Erde

Die Erde bestimmt  jedes Bild. Ich hab‘ da gar nicht mit zu reden oder doch, ich will ja matschen.
Meine Schatzkisten sind voll mit den eigentümlichsten Dingen. Gefunden. Aufgehoben. Verarbeitet.
So einfach ist das und so schön.
Versuche mit anderen Farben zu arbeiten scheitern kläglich. Ich geb‘ ja zu, ich versuche ein paar Farben wie bordeaux oder pink mit einzubringen. Manchmal auch türkis. Klappt aber nicht.
Meine MalschülerInnen lassen immer so viel übrig und  ich mag die Farben nicht eintrocknen lassen.
Ein Schlüssel liegt hier herum. Alt und verwittert. Er hat sein Bild noch nicht gefunden aber das wird noch.

calling2

Bis dahin
Leben, Lieben, Lachen und das Atmen nicht vergessen…
Anna

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Mixed

Wie schon erwähnt; kleben, schmieren und genießen ist angesagt.
Mir ist so erdig und eigentlich nach Rückzug aber da so vieles ansteht gibt es keine wirkliche Ruhe.
Die großformatigen Leinwände stehen herum und warten aber im Moment ist mir nicht danach.
Mir ist auch nicht nach viel Bewegung muss ich gestehen. Die großen Formate werden immer mit vollem Körpereinsatz bearbeitet und das ist mir gerade zu anstrengend. Ich geh lieber raus und laufe mit Emma, die sich immer besser entwickelt.
Meine kleine rumänische Asylantin ist mittlerweile komplett integriert, spricht die deutsche Sprache fließend und weiß Sofa, Bett und regelmäßiges Futter zu schätzen. Wahrscheinlich sollte ich das hier gar nicht schreiben ……aber sie kommt abends ins Bett gehüpft und kuschelt sich in meinen Arm. Sie ist ja sehr klein, da passt das schon.
Der Gedanke ein größeres Bett zu kaufen kam aber schon auf.


Ich habe die Geschenkpapiere von Weihnachten aufbewahrt und zu meinen Papiervorräten gepackt.
Wegschmeißen wäre Verschwendung und so kommt alles auf Bildern zu neuem Einsatz.
Auch die vertrockneten Gräser vom Meer und was sich sonst in meinen Kisten findet.

locked

Bis dahin
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Anna

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