Irrungen und Verwirrungen

Rot ist nicht meins und wird es auch nicht werden. In kleinen Portionen ist es erträglich, große Flächen verstören/verwirren mich. Hier sind die Ergenbisse meiner Arbeit mit Rot, die ich für vorzeigbar halte. Ich mag sie durchaus aber bei der Arbeit an den roten Bildern fehlt mir eine gewisse Erdung, die ich für mein Wohlbefinden benötige. Ich fühle mich diesen Arbeiten auch nicht so verbunden wie meinen andern Bildern. Schwierig ist es auch, und das zeigt mir das es nur eine Art Experiment war, einen Titel zu finden.
Normalerweise hab ich den Titel eines Bildes im Kopf oder im Bauch sobald die Arbeit fertiggestellt ist.  Hier habe ich nur für die beiden Teile des Dyptichons einen Titel gefunden. „Zwischen den Zeiten“ besteht aus zwei Teilen je 60 x  60 cm. Aber da ist ja das Rot schon wieder reduziert,
Aber hier jetzt ein kleiner Einblick.

 

Momentan beschäftigen mich viele Dinge, die mein Leben etwas durchrütteln.
Ich habe Menschen aus meiner Kindheit wieder gefunden oder eher sie mich.
Bisher nur bei Facebook aber ich hoffe bald auch „in echt“.  Sehr spannend ist das und schön und neu aber auch aufwühlend, weil  viele schmerzhafte Erinnerungen wieder nach Oben gespült werden.
Ich bin mit dem Sterben, dem Prozess des Sterbens direkt konfrontiert. Auch das versetzt mich in einen verwirrten Zustand. Nicht nur die Nähe des Todes und das  Bewusstwerden des eigenen Älterwerdens, der Endlichkeit jeden Lebens, bewegt mich. Der Tod gehört zum Leben und unsere Gesellschaft bemüht sich, das Thema nicht auszugrenzen. Es gibt nach und nach immer mehr Hospize, in denen Sterbende noch eine angenehme, palliativ gut unterstützte Zeit verbringen können.
Ich frage mich jedoch gerade, ob es sich da nicht, so gut und wichtig diese Arbeit sein mag, um eine Art Auslagerung einer schmerzhaften und mit großem Leid einhergehenden Erfahrung ist.
Können wir hier in unserem Wohlstand nicht mehr so viel Leid ertragen. Oder wollen wir es nicht an uns heranlassen und lagern daher aus? Weil es unsere schöne heile Welt, in er wir voll vernetzt mit der ganzen Welt kommunizieren können, etwas weniger schön erscheinen lässt?
Weil wir uns dem Sterben als Prozess, der auch lange dauern kann, allgemein und auch wenn es uns persönlich betrifft, nicht stellen wollen? Müssen wir beruflich so flexibel und so eingespannt sein, das keine Zeit bleibt den letzten Weg mit Angehörigen zu gehen?
Wie gesagt, ich mache mir Gedanken…

und  male ich Bilder, deren Titel im Entstehungsprozess selber schon erscheint.

Silent tears full of pride
Silent tears full of pride,  60 x 60 cm,  Acryl und Tusche auf Leinwand

Herzlichst Anna

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