Eine seltsam schöne Insel

ist Sylt. Immer verschrien als Insel der Reichen und Schönen und für mich lange auf der Nogo Liste. Auf der Suche nach einem neuen, noch unbekannten Ort an der Nordesee für einen kleinen Urlaub im Inland sind wir denn doch auf die Idee gekommen, uns diese Insel mal anzuschauen. Doch selbst die Reiseberichte, die ich immer gern sehe, werden der Insel nicht gerecht.
Die Anfahrt mit der Fähre ist schon bestens geeignet, um ein Nord- und Winterkind wie mich  zu begeistern. Kalt war’s und sonnig und das Meer glitzerte silbern. Dicke Wolken standen direkt über dem Horizont und für einen Moment dachte ich, ich greife wieder zu meinen Ölfarben. Seestücke voller Pracht wollte ich schaffen, um diese Schönheit einzufangen. Auf der Insel angekommen ging es gleich weiter. Es wurde schöner und schöner. Dicke, hohe Dünen voller Kraft und wunderbare Vegetation, satt im Herbstlicht leuchtend. Kiefern, Gräser, Heide und diverses mir unbekanntes Gewächs. Natürlich hatte ich meine Kamera nicht mit, man muss ja auch nicht alles fotografieren. Es ist schön, manches einfach in der Erinnerung zu behalten. Die Gefühle, die man beim Betrachten hat, sind ohnehin nicht in einem Foto festzuhalten.
Ein paar Eindrücke habe ich mit dem Handy festgehalten. Sie sind auf meinem Instagram Account zu sehen, wer schauen möchte >> Instagram.

Man kann das alles nicht beschreiben, muss man selber sehen. Rilke könnte die richtigen Worte finden oder  Raddatz.

Die Natur aber – Cabrio hin, Cartier her – ist das eigentliche Wunder einer Insel, die Einsamkeit und Ruhe bietet dem, der sie sucht; mal das bis zum Fürchten gepeitschte Meer in seiner Vernichtungswut des Frühjahrs und des späten Herbstes, und sommers dann die friedlich im heißen Sand verborgen blühenden Dünenveilchen, so lila-blau-zart, als habe ein Biedermeier-Maler sie mit haarfeinem Pinsel auf Porzellan gemalt.

Sylt ist ein Plural. Ein jeder kann hier suchen, was er mag. Er wird es finden.

Den ganzen Artikel zu Sylt findet man hier in der SZ

Klar gibt es dort Villen, mit Reet gedeckte wunderschöne Häuser, groß und mit viel Land drum herum und bestimmt sehr teuer. Und Autos, wow…ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Bugatti gesehen. Schuhe für den Preis eines Kleinwagens, etc. nun ja.
Aber es ist die Einsamkeit, die Ruhe, die man findet, die unendliche Weite des Meeres, das man sowohl auf der Seeseite als auch wattseitig genießen kann, die diese Insel so bezaubernd macht.
Es ist leer dort im Herbst und ich glaube die Reichen und Schönen waren nicht dort als wir auf der Insel waren. Vielleicht ein paar Menschen, die gern reich und schön wären aber das sei ihnen gegönnt. Jeder wie er mag….
Da wir mit unserem Bus unterwegs waren haben wir uns die ganze Insel, die ja nicht so groß ist, angeschaut. Fast überall sieht man Wohlstand, Schönheit und die Insulaner sind sehr entspannt und freundlich.
Tägliche lange Wanderungen durch diese unglaubliche Dünenwelt, der Strand immer wieder einladend –  obwohl diese Sandlauferei ja auch ganz schön anstrengend sein kann. Und nach 4 – 5 Stunden Laufen waren wir platt, auch die Hunde. Das war mit Sicherheit nicht unser letzter Sylturlaub aber immer im Herbst oder Winter.

Da ich ja nun keine Kamera mit hatte und nicht zur Ölfarbe greifen werde, um Sand, Wellen und Meeresschaum malen, male ich meine Eindrücke, meine Gefühle, die Energien auf meine Art.

a salty dog 100 x 100 cm Acryl, oil, ink on canvaas
A Salty Dog
100 x 100 cm
Acryl, oil, ink on canvas

Herzlichst Anna

For my english speaking readers.
Because it is so much extra work to translate everything  ( and I also am not a fast typer….) I have a blogspot blog now, where I add this text, too. There you can choose your language and use the google translator. I know it’s not perfect but I hope it’s ok for you!
You can find it here!

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