Um zu berühren…. muss man berührt sein!

Meiner Meinung nach muss Kunst berühren, das hatte ich schon geschrieben. Ist also Kunst, die nicht berührt nur DEKO?

Wen berührt was und warum?

Und vor allem, wie mache ich Kunst, die berührt????
Um zu berühren muss ich erstmal selbst berührt sein, nur dann ist meine Kunst authentisch und hat die Möglichkeit, bei einem Betrachter eine Emotion auslösen.

Um sich berühren zu lassen braucht es manchmal ein wenig Mut, die Dinge wahrhaft an sich heranzulassen. Das Wesen von etwas zu erkennen, zu begreifen. Nicht nur betrachten sondern WAHR.zu.nehmen. In seiner Schönheit, seiner Häßlichkeit, in dem was es auslöst in uns.

Manchmal sind Ereignisse berührend/bestürzend/bewegend/erschreckend. Aber traue ich mich, mich genau auf das Gefühl einzulassen, das gerade in mir wächst und ausgedrückt sein möchte? Brauche ich auch hier Mut, um das auf die Leinwand zu bringen, in die Musik zu geben oder zu schreiben , was da gemalt, komponiert oder geschrieben werden will?

Es gibt, jedenfalls bei mir, auch schmerzhafte Momente, die mich beherrschen, auch beim Malen ständig so präsent sind, daß es  in dem Moment eine Lüge wäre es zu unterdrücken.  Soll ich dann warten bis der „Anfall“ vorüber ist?  Wohl kaum, dann wären ich und meine Kunst ja getrennt.

Jeder Künstler, jede Künstlerin hat ihre eigene Handschrift oder sollte daran arbeiten, sie WIEDER.zu finden.
Ich liebe diesen englischen Ausdruck“ my own voice“ deswegen so sehr, weil er impliziert, das die eigene Stimme immer schon vorhanden war.
Durch Einflüsse von Aussen, etc.  Vorstellungen von dem was „Kunst“ ist,
sein sollte, von Facebook „likes“ und andere Arten von  Bestätigung.

Und braucht es Mut, sich diesen Einflüssen zu entziehen?
Ist es nicht eher so, daß es eine Befreiung ist, mit der eigenen Stimme sprechen zu können, sich dem zu öffnen, was einen zutiefst berührt und das dann in seiner eigenen Handschrift, ehrlich und ungeschminckt, auszudrücken.

Ich sehe soviele Arbeiten, die sich gleichen. Man kann ja kaum noch die
einzelnen Handschriften auseinander halten und ich finde das sehr schade.

Wo sind die Unverwechselbarkeiten?

Nun denn…..mehr Gedanken und Tipps zum WIEDER.finden der eigenen Stimme  später  und bis dahin
Leben, Lieben, Lachen und das Atmen nicht vergessen…….

Anna

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2 Gedanken zu “Um zu berühren…. muss man berührt sein!

  1. I completely agree with you Anna, most are not brave enough to truly express themselves & make ‚art‘. They continue to paint pictures that are safe. I think many don’t even know that is what makes work that stands out. Expressing our voice in our art, is what gives it the magic.

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